09/08/02 The Bones/The Heartaches Bochum Zwischenfall

              Holla

ihr maskulinen Lederboys und verruchten New Wave Hooker Girls, was für ein Abend. Es durfte sich mal wieder die Frage gestellt werden, ob es sich gelohnt hatte die Couch zu verlassen. Aber wie immer, eins nach dem anderen. Gegen 18:00 Uhr traf Magnus in Onkelchen´s Landsitz ein und man brachte sich mit ein wenig Gerstenkaltschale in Stimmung. Zu zweit machte man sich auf ins asselige Bochum. Schon auf der Fahrt hatte man genug Gelegenheit sich über diverse silberne Opel Vectras aufzuregen und deren Fahrer mit obszönen Gesten zu verwöhnen. Solchen Verkehrshindernissen gehört einfach der Führerschein entzogen. Trotz dieser widrigen Begleitumstände erreichte man das Zwischenfall ohne nennenswerte Schäden gegen 19:30 Uhr. Zeit genug um am gegenüberliegenden Kio ein paar Drinks zu ordern und das Publikum zu begutachten. Hier wurde dem Auge einiges geboten. Megaaufgestylte Tollenboys, Flammenhemd-Spackos, Blondinen mit tapeziertem, üppigem Vorbau und zu kurzen Röcken, also alles was das Spannerherz begehrt. Gegen 20:00 Uhr öffnete das Zwischenfall die Pforten und man bewegte sich ins Innere und bezahlte brav 9€. Tja, man muß sich wohl dran gewöhnen, daß man jetzt im €urozeitalter lebt. Vorbei die Zeiten als man sich für 8-14 DM nen netten Abend machen konnte. Vielleicht lag´s auch daran, daß das Zwischenfall zwar recht gut gefüllt war, aber unter voll versteh ich was anderes. Naja, sei´s drum, genug geseiert, kommen wir zu den Bands. Als erstes enterten die Heartaches die Bühne. Wow, nicht schlecht. Geiler StreetOiPunk´nRoll wurde geboten. Der Sänger sah ein bißchen aus wie der junge Duane Peters. Die Jungs gingen echt gut ab und ein paar Glatzen dankten es ihnen mit nem gepflegtem Pogo. Ich kannte von denen bis jetzt noch nichts, aber die Songs hatten echt Ohrwurmcharakter, rockten wie die Sau und der geile Sound tat sein Übriges. Besser hätte man die Vorband nicht auswählen können. Nach einer 3/4 Stunde war dann Schluß, schade eigentlich war echt ne kurzweilige Angelegenheit. Während der Umbaupause bin ich mal dahin gegangen, wo auch der Kaiser zu Fuß hingeht. Warum raffen es eigentlich 80% der weiblichen Besucher nicht, daß das Damenklo auf der anderen Seite ist? Oder wollt Ihr es etwa nicht rallen, da Euch die Aussicht auf eine kleine Lachsparade das Höschen ein wenig anfeuchtet? Naja, mir egal, ich pinkel dafür nochmal so gern. Nach diesem überaus befriegendem Toillettengang ging´s in Richtung Theke, wo ich doch glatt der lieben New-Life-Shark-Angela über den Weg lief. Diese meinte doch ganz dreist, daß die Heartaches zwar ganz netten Sound gebracht hätten, aber zu häßlich wären. Tstststs, liebe Angela, geh doch einfach das nächste Mal zu den Chippendales, oder Enrique Iglesias, harharhar. Nach diesem kleinen Smalltalk ging´s dann wieder hoch Richtung Bühne und nach zwei Bierchen starteten auch schon die Bones durch. Meine Fresse was sind diese Bürschchen professionell. Sie spielen echt schon in der Liga der ganz Großen mit, ohne dabei langweilig zu wirken, im Gegenteil, Rock´n Roll pur. Und um die Optik nochmal aufzugreifen, gegen einen Beef Bonanza komm ich mir wie ein Adonis vor, Mann hat der nen Ranzen und dann noch die Pornobrille, göttlich. So, von nun an ging´s bergab. "Are you ready motherfuckers" gröhlte Boner ins Micro, um sich zwei songs später vor das Schlagzeug zu setzen und wie ein Gitarrenschüler seine Riffs runterzuleiern. Als Information gab´s nur ein kurzes "der Boner kommt gerade aus dem Krankenhaus und wir können jetzt nur noch einen Song spielen, ansonsten machen wir den Jungen noch kaputt". Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber für mich waren da ein bißchen zu viel Alk und Drogen im Spiel, aber wie gesagt, vielleicht tu ich dem Jungen auch unrecht, aber man hätte auch zu dritt noch ein bißchen zocken können. So verabschiedete man sich nach ner guten halben Stunde mit dem göttlichen "monsters prefer blondes" und Boner flüchtete ohne ein sorry von der Bühne. Ich hatte den Eindruck, daß Beef und Dollar Ace ein bißchen angepißt wirkten, aber ich wiederhole mich, das ist meine Meinung und vielleicht gibt´s ja demnächst die wahren Gründe irgendwo zu lesen. Sei´s drum, wer solche Songs vom Kaliber "dead end cruisin´" ,"home sweet hell", "hate", oder den Überhit "denial" zu hören bekommt, muß eigentlich höchst zufrieden nach Hause fahren. Und dies taten wir dann auch um dort bei Southern Comfort-Ginger-Ale die Frage auszudiskutieren, ob die Bones tatsächlich bigger than Jesus sind, oder eben doch nur Pussies. Wir sind zu keinem klaren Ergebnis gekommen.

Fazit:Ich habe schon ne Menge Konzis beehrt und dies war eindeutig ein gutes, was auch den Heartaches zu verdanken ist, aber von den Bones hatte ich mehr erwartet, aber so richtig enttäuscht war ich dann doch nicht.

20/07/02 Westend Sommer Festival DortmundOnkelchens Echte

Yess Baby

Der Wettergott muß ein Punkrocker durch und durch sein. Wir schreiben den 20/07/2002 und es herrschen strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen, in einem ansonsten doch recht durchwachsenen Sommer. Beste Voraussetzungen also für ein Konzert im Freien. Onkelchen, Onkelchens Frau Marion, Christel Distel, Magnus, ein völlig unbescholtener Arbeitskollege von Onkelchen, und dessen Freundin Rebecca, Yvonne, Patricia machten sich dementsprechend gut gelaunt auf den Weg nach DO-Wischlingen. Reichlich Getränke und sonnige Ska-Klänge versüssten uns die Anfahrt trotz diverser Schwierigkeiten. Es gibt gute, schlechte, oder beschissene Beschilderungen. Wäre ja alles ok, hier aber wurde gänzlich auf eine solche verzichtet. Nach einer kleinen Irrfahrt durch die verbotene Stadt wurde das Ziel dank eines hilfsbereiten Eingeborenen aber dann schließlich doch erreicht. Gähnende Leere herrschte auf dem riesigen Gelände. Ok, der Eintritt von 20€ ist nicht gerade als günstig zu bezeichnen und außerdem fand gleichzeitig auch noch Bochum Total statt. Na ja, egal, die erste Band, Tigerbeat, spielte schon, es wurde recht netter Rock´n Roll geboten, nix aufregendes, aber nette Untermalung zum Gelände erkunden. Diverse Fressbuden waren vorhanden, die ordinäre Pommesschaukel, der Türke, Asiamann und ein Afrikastand, der übrigens sehr leckeres Zeug zu zivilen Preisen unters Volk brachte. Zwei Bierwagen waren natürlich auch vorhanden, 0,3l Bier für 2€ geht eigentlich für ein Festival in Ordnung. Für die Schnorrer gab´s noch den schwarze Krauser Stand. Dort gab´s Kaffe, Kippen und Kicker für lau, dann wurde man noch gefragt ob einem denn die Kippchen schmecken würden, da ich schon immer einen sehr ausgeprägten Hang zur Wahrheit habe, bejahte ich die Frage selbstredend und bekam als Dank ein Päckchen Krauser, einmal Blättchen und ein Feuerzeug, da freut sich das Zeckenherz doch. Die Dead Brothers wurden aufgrund der verbissenen Kickeraction verpasst. Der Alkohollevel drohte so langsam zu sinken und so machte man sich auf den Weg zum Bierwagen, der in der Nähe der Bühne war. Sehr praktisch übrigens und so saßen wir in der prallen Sonne und ließen die Klänge von den Holländern Rude Rich & The High Notes auf uns wirken. Sehr feiner, getragener Reggae Ska wurde geboten. Der Sound war übrigens bei allen Bands hervorragend. Danach waren dann die Franzosen Roughtones an der Reihe. Hm, nun ja sie waren ganz nett, aber wenn schon Humpa, dann doch bitte aus Finnland. Geil war allerdings das Outfit des Sängers, der mit einem total verbeultem Zylinder und einem Knitteranzug bekleidet war. Ein weiterer Pluspunkt war auch, daß sie in der Umbaupause musizierend über das Gelände marschierten und ihre Tonträger unters Volk zu bringen versuchten. Fazit, sympathische Jungs und aufgrund dessen ein gelungener Auftritt. Dann der große Auftritt für meine Frau und deren Freundin Christel. Mark Foggo und seine Skasters spielten zum Tanze auf. Meine Frau und ihre Freundin steppten als ob es kein morgen mehr geben würde. Nun gut, Ska gehört nicht zu meinen wahren Leidenschaften, aber dieser Typ ist einfach ein guter Entertainer, seine Stories, die er zum Besten gab, waren echt krank, aber immer passend und entlockten meiner faulen Höhle doch das ein, oder andere Grinsen. Die Musik ging natürlich auch in Ordnung und so wurde das Ganze zu einer recht kurzweiligen Angelegenheit. Meine Frau fühlte sich jedenfalls mindestens 15 Jahre jünger. Dann kam für mich der Tiefpunkt der Veranstaltung. Mit Kyuss konnte ich noch nie viel anfangen. Es wurde sich in Hermano umbenannt, aber die Musik ist gleich geblieben. Stoner Rock halt und damit kann ich auch nix anfangen. Es war zu laut, zu schlecht und die Optik brachte auch keine Pluspunkte. Kyuss hatten einen guten Song, "Loaded" (oder so), und den gaben auch Hermano zum Besten, das war´s dann aber auch schon. Allerdings kann ich hier nicht als objektiv gelten, da ich die Musik einfach nur Scheiße finde, denn Hermano zogen die meisten Leute vor die Bühne. Nach dieser Folter war dann Zeit für das Duo Stereo Total. Sie waren die positivste Überraschung des Abends für mich. Ich sah sie zum ersten Mal und auch mit dem Songmaterial war ich alles andere als vertraut, aber trotzdem vom ersten bis zum letzten Akkord fasziniert. Wer die Band auch nicht kennt nur soviel: Das Duo besteht aus einer, nein aus DER FRAU, Francoise Cactus und Brezel Göring. Die einen nennen die Musik Retro, die anderen Synti-Trash-Pop. Ist eigentlich scheissegal, die Texte sind bescheuert und überspitzt, aber werden von Mademoiselle mit ihrem französisch-schmacht-Akzent derart faszinierend vorgetragen, daß man sich nur schwer entziehen kann. Hielt ich den guten Opa Knack doch für bescheuert, als ich im letzten Knacker seine Laudatio an Stereo Total las, so muß ich ihm jetzt demütig recht geben. Das Charisma der Band ist unglaublich, göttlich ist auch die Gestik von Francoise wenn sie Schlagzeug spielt und gleichzeitig singt. Kurzum, ein viel zu kurzer Auftritt der viel zu schnell beendet war. Als nächstes war dann Gonzales an der Reihe. Ein ekelfaft nervender Selbsdarsteller, dem wohl die VIVA-Promotion ein bißchen zu Kopfe gestiegen ist. Das restliche Publikum sah´s ähnlich und bedachte ihn mit Aufhören Rufen. Sehr sympathisch wurde er mir, als er diese mit einem Lächeln quittierte und nur meinte, daß ihm das am Arsch vorbeigehen würde, da er ja ein ordentliches Honorar dafür bekäme hier zu sein. Sprach´s und quälte uns mit zwei weiteren Nummern und das war´s dann aber auch. Und dann enterte der einzige Grund die Bühne, warum ich überhaupt anwesend war, LEATHERFACE. Um es gleich vorwegzunehmen, es war ein eher dürftiger Auftritt, aber selbst ein schlechter Ledergesicht-Auftritt ist absolut genial und so stürzte sich der alte Onkel todesmutig in den kleinen, aber feinen Pogo-Mob. Frankie Stubbs ist grauer und etwas dicker geworden, aber Bewegung war ja noch nie die Garanten eines Leatherface-Gigs. Gänsehaut Melodien, göttliche Riffs und Frankie´s Stimme sind das was die Meute erwartet und das bekam sie auch. In der Mitte des Sets fing es an zu regnen und das rettete onkelchen vor dem sicheren Herzversagen. 1 1/2 Stunden gab es einen Querschnitt durch sämtliche Veröffentlichungen der Band zu hören. Es folgte Hit auf Hit. Total im Arsch, aber überglücklich fiel ich meiner Frau in die Arme und fühlte mich ebenfalls 15 Jahre jünger. Mein Arbeitskollege, der überhaupt keine Band kannte, war übrigens auch total begeistert und steuerte zielstrebig den Merchandise-Stand von Leatherface an, wo eine sehr nette Engländerin die Sachen an den Mensch(pc-rules harharhar) brachte. Ich natürlich hinterher, denn ich wollte auch ein Shirt. Die junge Dame wollte mir offensichtlich schmeicheln und reichte mir eins in Größe L, was ein netter Versuch war, aber ich hätte das Teil fast gesprengt. Ich erklärte ihr, daß ich doch ein dicker Deutscher wäre und XL benötigen würde. Nichts leichter als das entgenete sie, der Frankie braucht diese Teile ja mittlerweile auch in XL und so wechselte gegen einen Obulus von 10€ ein schickes Leibchen den Besitzer. 

Fazit: Ein Gelände wie es einem Rock am Ring gebührt hätte, auf dem sich vielleicht höchstens 300-400 Mann verloren, was allerdings recht positiv war, konnte man sich doch fast direkt vor der Bühne fläzen und hatte freie Sicht in alle Richtungen. Ob das fzw da aber nicht doch eine Nummer zu groß kalkuliert hat? Na ja, jedenfalls hat´s Spaß gemacht und nicht mehr ganz so nüchtern kamen wir gegen 2:00 Uhr in unserem Landsitz an und haben uns in der Nacht ebenfalls 15 Jahre jünger gefühlt. Jetzt allerdings, wo ich diese Zeilen schreibe, fühle ich mich dann doch wieder wie ein alter Sack, aber wie gesagt, es hat sich gelohnt.

 

31/05/02 Bambix & Fabulous Disaster

    

                

                                                                 Huhu

Endlich war´s ma wieder so weit. Ein Tag um richtig viele, kleine onkelchens zu zeugen. Erst WM-Start, und am Abend lecker Mädels, die so richtig Ärsche treten. Wat will old punkrockdaddy denn mehr? 

Aber wie immer, hübsch der Reihe nach. WM-Studio bei onkelchen, was braucht man mehr? Richtig! Nix weiter! Hier gibbet allet wat dat Tagelöhnerherz begehrt, Bier, Chips und sinnlose Kommentare für lau. Folgende Statisten fanden sich rechtzeitig ein: Lemmy und Katztki, die Cologne-Assis, KIKI und Erik, onkelchen nebst Gemahlin und deren Sprösslinge. Frankreich vs. Senegal hieß die Eröffnungspartie und die hatte es wahrlich in sich. Die Equipe Tricolore ohne Zidane und demzufolge auch ziemlich stümperhaft, rannte sich nen Wolf gegen das Abwehrbollwerk der Senegalesen. Diese wiederum machten aus einer Chance das 1:0. Das war auch der Endstand. Top! Man genehmigte sich ein paar Gerstenkaltschalen, verspeiste totes Tier vom Grill und war guter Dinge. Gegen 19:00 Uhr machten sich Lemmy, Erik, KIKI und onkelchen auf den Weg nach Herten, um sich Bambix und Fabulous Disaster reinzuziehen. Katzki trat aus arbeitstechnischen Gründen den Heimweg an.

Als man am JZ Nord ankam war noch nicht allzu viel los, also ab auf die Wiese und rein mit dem mitgebrachten Stoff. Das JZ ist ein genialer Laden, nur leider ein bisschen außerhalb. Ein dickes Minus geht an dieser Stelle an die schreibende Prominenz, die es nicht für nötig befand, mit ihren dicken Schlitten nach Herten zu reisen. Egal, onkelchen war ja da! Es tat sich nich allzu viel und so konnte man in aller Ruhe das Publikum bewerten und diverse Bierchen killen. Um 21:00 Uhr bewegte man sich Richtung Eingang und verrichtete brav den Obolus von 9€.  Habe ich schön erwähnt, dass das JZ Nord ein genialer Laden ist? Wo gibt´s denn sonst das 0,3er Bier für 1€? Ok, genug gequasselt, kommen wir nun zur Musik. Den Anfang machten die 4 Mädels aus San Francisco. Von vielleicht 70 Leutchen befanden sich zu Beginn des Gigs vielleicht 20 im Raum, aber von Anfang an rockten die Girls, als ob es kein Morgen mehr gibt. Punkrock vom Feinsten wurde geboten. 90-60-90 Schönheiten sind die Püppchen die wahrlich nicht, aber der Charme der 4 ist umwerfend. „minimize my faith“, „gia“, das göttliche „rich bitches in VOLVO´s” wurden ins Publikum gerotzt, dazwischen die Dialoge mit dem Mob, geil. Lustig wurde es auch, als ein armes Licht namens Sven auf die Bühne stürmte und erzählte, dass er vor acht Jahren seine Freundin kennengelernt hat und nun gerne „crush“ hören würde. Sind wir hier bei Kai Pflaume oder was? Sei´s drum, die Mädels taten ihm den Gefallen. Nach 40 Minuten war der Spaß leider schon vorbei. Dann war Zeit für Bambix, oh Mann. Willia, an dir sind die Jahre nicht spurlos vorbeigegangen. Die kurzen Haare zeigen dein Alter und dein „Saufbauch“, wie Du ihn selber nennst, ist auch nen Tacken größer geworden, aber wen interessiert das? Baby, wenn ich nicht glücklich verheiratet wäre, ich würde gerne dein Sklave sein! Du bist einfach geil! Geil natürlich auch der Drummer, der Freak hat´s einfach drauf.! Die Bassistin wirkte ein wenig unsicher, ist wohl ne allgemeine Bassistenkrankheit harharhar, aber sie hatte, wie später erklärt wurde, ein Rückenproblem. Scheißegal, Bambix sind einfach genial, wer die Band kennt, weiß Bescheid, jeder andere muß sich ne Bildungslücke bescheinigen lassen. Diese Gänsehautmelodien in Verbindung mit dem Gesang und der Power sind einfach der Hammer. Witz haben sie auch und so widmeten sie „I wanna win“ den Senegalesen. Neue Nummern gab es natürlich auch, und diese reihten sich nahtlos ein und machen Lust auf mehr. Tja, das war mal wieder ein rundum gelungener Tag, der es verdient hat im Kalender rot markiert zu werden.

In diesem Sinne, tschüssikowski.

22/02/02 Real McKenzies & Affront                                          

                                       Hello fagots

Wir schreiben Freitag, den 22/02/2002. Käpt´n Onkel und seine Crew machen sich auf den Weg ins ferne Bochum, um sich die Real Mc Kenzies reinzuziehen. Die Fahrt wurde mit dem „Pog Du Sau 2001“ Sampler untermalt. Dieses Tape gehört in jedes anständige Punkrockerautoradio, absolute Sahne! Gegen 19:00 Uhr erreichten wir das gute, alte Zwischenfall. Trotz des frühen Zeitpunktes war schon ordentlich wat los vor der Lokalität, und da die Pforten noch geschlossen waren, hießet ersma ran an den Kio gegenüber, Getränke fassen und Leute glotzen. KIKI und Ihr neuer Seegers Erik vertrieben sich die Zeit lieber damit sich gegenseitig die Speisereste aus den entlegensten Winkeln zu fischen. Da ich dadurch ziemlich alleine an meiner Cola Light (tja, da muß ma durch als Fahrer) nuckelnd rumsaß, erkoren mich zwei dicke Renee-Girls dazu aus, mich mit unendlich viel Dünnschiß zuzutexten. Aber mein Retter nahte in Gestalt des Real Mc Kenzies-Sängers, der meine Situation erkannte und mich geistesgegenwärtig in eine angenehme Konversation verwickelte. Da der Typ ein absolut korrekter und sympathischer Zeitgenosse war, verging die Zeit wie im Flug und dat Zwischenfall öffnete seine Pforten. Also nix wie rein in die gute Stube und fix en Ticket gekauft. Das Publikum war bunt gemischt, Glatzen, Siffpunks, Psychos, Discotussis!, alle waren gekommen um ne Party zu zelebrieren. Aber ersma hießet die Vorband Affront zu überstehen. Ich hatte die live bis jetz noch nich bewundern dürfen, und dat war auch gut so! Schon allein die Optik war göttlich. Der Sänger versuchte einen auf GG Allin für mittlere Lohngruppen zu machen und sah dabei einfach nur megadämlich aus. Der Hammer war aber der Typ anne Gitarre. Nix gegen Bankkaufleute und schon gar nix gegen solche, die auch noch inner Punkband spielen. Aber isset denn zuviel verlangt, sich fürn´n Konzi en bissken Seife inne Haare zu klatschen und dem Designerhaarschnitt ma nen Tach Urlaub zu gönnen? Technisch war der Freak allerdings voll auf der Höhe! Der Bassist war auch nicht von ganz so schlechten Eltern. Ca. 1,65m groß und nen Gesichtsausdruck wie ein Junge beim Empfang der Erstkommunion. Dieser wandelte sich aber in eine absolute Hassfratze, wenn es für Ihn darum ging en paar Backgroundvocals ins Mikro zu rotzen! Einfach geil dat! Der Höhepunkt des Auftritts war ohne Zweifel die Coverversion von W.A.S.P.“I wanna be somebody“ , und jetzt wusste ich endlich an wen der Sänger mich erinnerte. An Blackie Lawless , den Sänger von WASP. Fehlten nur noch die Kreissägenblätter im Lendenbereich! Länger konnte ich dat Grauen aber nich mehr ertragen, und so ging ich ersma wieder abwärts, anne Theke. Auf dem Pissoir sprach mich ein Punk an, ob die Spackos schon aufgehört hätten, also war ich nich so ganz alleine mit meiner Meinung. Dann wieder ab nach oben und da marschierten se ein . Natürlich alle der Reihe nach und an der Spitze der Mann am Dudelsack. Die 8€ wären schon allein für den göttlichen Opener „Nessie“ gerechtfertigt gewesen, absoluter Wahnsinn, die Band!! Hier stimmte einfach alles, Technik und Optik! Der Sänger hat einfach ein unglaubliches Charisma. Die Stimme in Verbindung mit der Mimik und der einfachen aber prägnanten Gestik, sind einfach Bombe! Tja, wat soll ich noch groß schreiben, sie spielten sich durch alle Hits und zeigten natürlich auch, was sie unter ihren Kilts so zu bieten haben. Beim Turbonegro-Cover „Sailor Man“, hatte Onkelchen sogar ne Gänsehaut, et war der absolute Wahnsinn. Die Jungs gaben absolut alles und hätten die Racker auch nur einen Akkord länger auf der Bühne gestanden, der Knilch am Dudelsack wäre zusammengeklappt! Es war einfach ein genialer Abend, der völlig unspektakulär mit der Heimfahrt endete.

                         Ahoi sagt Euer Onkelchen

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